Wie wird meine Tochter wieder gesund?

Die 14-jährige Vaishnavi* besucht unsere Good Shepherd Schule in einem kleinen Dorf in Rajasthan. Ihr Vater ist einer der Millionen von Wanderarbeitern, die im Lockdown ohne Job zu ihren Familien zurückkehrten und jetzt froh ist, für jeden Gelegenheitsjob. Seit dem Ausbruch der Pandemie hat die Familie viele Stürme durchstehen müssen. Im September bekam Vaishnavi dann auch noch Fieber. Ihre Mutter sorgte sich, es sei Covid-19 und fürchtete sich vor dem Spitalbesuch, weshalb sei lieber abwarten wollte. Das Fieber hielt sich hartnäckig und da brachte Vaishnavi die Idee auf, die Gesundheitsarbeiterin ihrer Good Shepherd Schule um Rat zu fragen. Dass ihre Schule mittlerweile auch eine E–Klinik hat, war «die» gute Nachricht für die Familie und erleichtert brachten sie Vaishnavi zur virtuellen Arzt-Konsultation. Die Ärztin in Hyderabad ordnete einen Bluttest an, welcher von einem kostengünstigen Labor in der Nähe der Schule analysiert wurde. Typhus lautete die Diagnose. Dank Antibiotika und einer Infusion erholte sich Vaishnavi wieder. Das Mädchen und ihre Familie sind dankbar für die verlässliche, vertrauensvolle und auch preiswerte Behandlung. Sie können gar nicht anders, als es in ihrem Umfeld von der Good Shepherd E–Klinik zu erzählen!

Spenden Sie für Menschen in Not!

*Name geändert

„Kollateral-Schaden“ der Corona Krise?

Der 52-jährige Pranav* ist ein ehemaliger Mitarbeiter von DFN in Indien und Ehemann von Jaya, eine Pflegefachfrau in unserer Klinik. Pranav ist einer von 100 Millionen Diabetiker in Indien. Vor Ostern wachte er auf und konnte die rechte Seite seines Körpers nicht bewegen. Sprechen konnte er auch nicht mehr.

Seine Frau wusste, dass er einen Schlaganfall erlitten hatte. Es war nicht das erste mal. Vor einigen Jahren wurde er im Krankenhaus dafür zwei Wochen lang betreut.

Diesmal war es jedoch anders. Das Land ist im Lockdown und eine grosse Angst liegt in der Luft – auch in Krankenhäusern. Ärzte und Krankenschwestern haben Angst vor dem Kontakt mit Patienten. Im Krankenhaus wurde Pranav die Aufnahme auf die Intensivstation verweigert. Ein Scan bestätigte die Diagnose, aber wegen der Pandemie wurde ihm häusliche Pflege empfohlen. Also brachte ihn Jaya zurück nach Hause. Sie versuchte sich so gut wie möglich um ihn zu kümmern: sie pürierte sein Essen, verabreichte ihm seine Medikamente mit Wasser zu, überwachte seine Temperatur und führte sogar etwas Physiotherapie durch.

In der folgenden Nacht schlief Pranav ein, wachte jedoch am nächsten Morgen nicht mehr auf. Jaya brachte ihn ins Krankenhaus wo er dann sofort auf die Intensivstation gebracht wurde. Dieses Mal hatte er einen massiven Schlaganfall erlitten. Er atmete kaum. Er wurde 24 Stunden lang beatmet – aber es war zu spät. Pranav ist leider gestorben.

Hätte er gerettet werden können – wenn die Angst vor dem Virus seine frühzeitige Behandlung nicht verhindert hätte? Wir werden es nie wissen. Jedoch hoffen wir, dass die Menschen in Indien Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten und so viel Leid erspart bleiben kann!

Unsere Kliniken sind weiterhin offen und leisten Erstversorgung für nicht-Corona-Patienten.

*Name geändert.