Opfer werden zu Fürsprechern

Aastha* ist 14 Jahre alt und erzählt ihren drei Schulfreundinnen vom Plan ihres Vaters: «Er will mich aus der Schule nehmen und mich verheiraten.»

Ihre Freundinnen sind Töchter von „Joginis“ (Tempelprostituierten), die in unserem Mädchen-Schutzhaus wohnen und eine unserer Good Shepherd Schule besuchen. Ihre Mütter wurden als Kind einer Göttin geweiht und als Teenager in die rituelle Prostitution gezwungen. Eine zwar verbotene, aber immer noch praktizierte Tradition, ein toxisches Gemisch aus Aberglaube, kulturellem Druck und Armut das meist über Generationen hinweg weitergegeben wird. Unser Team vor Ort holt diese Mädchen aus ihrer misslichen Lage heraus und ermöglicht ihnen ein Leben mit Perspektive, Würde und Freiheit.

Die Reaktion der Freundinnen kommt postwendend: „Kinderheirat ist verboten! Geh mit Deiner Mutter zum Good Shepherd Team und lass Dich beraten.“ Die erste Generation, die aus dem System ausbrechen kann, ist bereits zu Fürsprechern geworden, junge Frauen mit Mut! Unser Team erarbeitet eine Lösung mit der Familie, damit Aastha in der Schule bleiben kann.

* Name geändert

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